Dynamo muss weiterleben! „Arsch hoch! Alle! Jetzt!“

Freitag, 16 Uhr, Rathaus – Dynamo muss weiterleben! „Arsch hoch! Alle! Jetzt!“

Es ist soweit. Die genauen Zahlen sind bekannt, alle Fakten liegen auf dem Tisch und sämtliche Argumente wurden ausgetauscht – nun wird entschieden. Am Freitag wird der Stadtrat endgültig darüber beschließen, ob die SG Dynamo Dresden ab der kommenden Saison für das städtische Rudolf-Harbig-Stadion eine faire und angemessene Miete bezahlen kann. Die Stadträte werden mit ihrem Beschluss über nicht weniger entscheiden, als darüber, ob in Dresden auch künftig Profifußball gespielt werden soll. Sie werden darüber abstimmen, ob unser Verein nach dieser Saison weiter existieren wird. Ihre Entscheidung ist unwiderruflich und nicht korrigierbar. Findet sich am Freitag im Dresdner Rathaus keine Mehrheit für Dynamo und für den Sport, wird der achtmalige Meister und siebenfache Pokalsieger Dynamo Dresden keine Lizenz für die nächste Spielzeit erhalten. Als Konsequenz daraus wird dann der Verein des legendären Dresdner Kreisels, von Dörner, Kreische, Minge und Kirsten, Insolvenz anmelden und von der Fußballbühne verschwinden. Für immer.

Die Fangemeinschaft Dynamo ruft deshalb alle Mitglieder, Fans und Sympathisanten der SG Dynamo Dresden, alle Dresdnerinnen und Dresdner auf, mit ihrer Teilnahme an einer Kundgebung am Freitag ab 16:00 Uhr vor dem Dresdner Rathaus allen und jedem klar zu machen, dass sie eine gezielte Vernichtung der SG Dynamo Dresden nicht hinnehmen werden.

Geben wir an diesem Tag den gewählten Vertretern dieser Stadt ein für alle mal und eindeutig zu verstehen, dass wir unseren Verein nicht politischen Machtspielereien und persönlichen Interessen Einzelner zum Fraß vorwerfen lassen. Jeder von uns ist jetzt aufgerufen, mit seiner Anwesenheit am Freitag vor dem Rathaus Dresden seinen ganz persönlichen Beitrag zum Weiterleben unserer Sportgemeinschaft zu leisten.

Oft, viel zu oft in den vergangenen zwanzig Jahren begleiteten Worte wie Lizenzentzug und Insolvenz unsere Sportgemeinschaft. Unfähigkeit und Missmanagement der Verantwortlichen führten den Verein immer und immer wieder an den Abgrund. Immer wieder gelang es nur mit geliehenem Geld oder Spenden dem Tod in allerletzter Sekunde von der Schippe zu springen. Immer wieder standen Mitglieder und Fans des Vereins, Einwohner und Steuerzahler der Stadt Dresden für die Fehler der wechselnden Vereinsführungen gerade und retteten mit ihrem Engagement und ihrem Geld ihre SG Dynamo Dresden.

Dieses Mal jedoch ist vieles anders. Unser Verein befindet sich diesmal nicht in der Bettlerrolle, er verlangt einzig und allein völlig berechtigt nach einer marktüblichen und bezahlbaren Miete für das städtische Rudolf-Harbig-Stadion. Mitglieder, Fans und Verantwortliche der SG Dynamo Dresden haben im vergangenen Jahr ihre Hausaufgaben in eindrucksvoller Weise überaus erfolgreich gemacht und den Verein endlich auf einen zukunftsfähigen Weg gebracht. Sowohl die vom Verein vorgelegten Zahlen, als auch die in allen Bereichen herausragende Rolle, welche Dynamo Dresden seit jeher in und für die Stadt Dresden spielt, sind unwiderlegbar und unbestreitbar.

Offensichtlich wegen genau dieser eindeutigen Faktenlage hält sich die Aufgeregtheit unter den Dynamofans und den Dresdnern momentan scheinbar in Grenzen und manch einer ist vielleicht davon überzeugt, dass der Stadtrat ja gar nicht anders könne, als im Sinne Dynamos und damit im Sinne der Stadt und seiner Bürger zu entscheiden. Dieses Denken jedoch wäre absolut fatal, denn eine positive Entscheidung am Freitag ist keineswegs sicher. Viel zuviel Energie haben die Gegner Dynamos in den letzten Wochen, Monaten und Jahren in miese Stimmungsmache und das Schüren von Neid, das Verbreiten von Lügen und das Verschweigen von Wahrheiten investiert. Zu viele Kämpfe um politische Interessen werden auf dem Rücken unseres Vereines ausgetragen. Zu viele persönliche Befindlichkeiten, Abneigung gegenüber unserem Verein bis hin zu purem Hass sind im Spiel. Zu verzweifelt sind die Versuche, auf Kosten Dynamos eigene Unfähigkeit zu vertuschen. Aber auch – angesichts der knappen Stadtkasse nachvollziehbare – Angst und Unsicherheit bei einigen vernünftigen und objektiven Stadträten machen das Ergebnis der Entscheidung nach wie vor völlig unkalkulierbar. All denjenigen, welche glauben es werde schon gut gehen, weil es bisher immer gut ging, sei eindringlich gesagt, dass nichts, rein gar nichts entschieden ist. Nach wie vor gilt: Die Existenz unseres Vereins steht auf dem Spiel!

Darum: Freitag, ab 16 Uhr, Rathaus

Es gibt keine Ausreden mehr. Wer jetzt fehlt, macht sich mitschuldig.

Quelle: www.fangemeinschaft-dynamo.de